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Der aufgummierte Frühling

Frühling, die Jahreszeit der Liebe? Die Antwort auf diese Frage muss jeder für sich selber beantworten. Tatsache ist, dass mit den ersten warmen Sonnenstrahlen deutlich mehr Verliebte auf den Parkbänkchen anzutreffen sind als etwa im eisigen Winter - logisch. Die "amoureux des bancs publics" wirken ansteckend und schon nach einigen wenigen milden Tagen verwandelt sich die Berner Münsterplattform in einen romantischen Park der Freuden.

Diese Freuden allerdings können durchaus auch unerwünschte Nebeneffekte mit sich bringen oder wie mein Vater zu seinem damals zum Mann erwachenden Sohn gegenüber  seiner Aufklärungspflicht abschliessend nachkam: "Mach was du willst, aber mach nichts Lebendiges". Dermassen gut gerüstet schritt ich zuerst in den obligatorischen Tanzkurs und dann hinaus ins Leben. Wobei sich bald einmal herausstellte, dass das einmal mehr so eine Erwachsenensache war, bei der Theorie und Praxis weit auseinanderklaffen.

Und hier können Sie ganze Geschichte als PDF herunterladen

Aktualisiert (Montag, den 03. Mai 2010 um 10:34 Uhr)

 

Maltadrive
eine humorvolle Geschichte von Peter Maibach

«Man muss reden miteinander», pflegte Grossmutter zu sagen, wenn der Grossvater mürrisch und schweigsam seine Lieben durch den Sonntagsstau kutschieren musste. Er wusste nur zu gut, wo Schweigen einer höheren Lebenserwartung zuträglicher ist, als hemmungsloses Kommunizieren. Und Sie, glauben Sie noch an das Gute im Auto? Dann steigen Sie ein, die Fahrt geht gleich los!
Seit der Verbreitung mindestens zweiplätziger Verkehrsmittel geht ein schwerer Zwiespalt durch die automobile Bevölkerung: sitzplatzabhängig gibt es Lenker und Besserwisser. Werden unterwegs die Plätze getauscht, so werden auch die Rollen gewechselt: aus dem ehemaligen Lenker wird spätestens nach der zweiten Ampel ein resoluter Kritiker, der neue Steuermann hingegen verliert ob der nörglerischen Kommentare seines Beifahrers die Nerven, die guten Manieren und danach möglicherweise die Beherrschung über sich und sein Fahrzeug. Besonders beliebt ist das automobile Gesellschaftsspiel im Kreis lieber Angehöriger. Genüsslich werden alle Feinheiten der Kommunikation unter Familienmitgliedern zelebriert, bis sich die Wagenscheiben beschlagen und die Familienbande sich gegenseitig verspricht, alle Testamente neu zu abzufassen, sollte man dem Fahrzeug je lebendigen Fusses wieder entsteigen. Die solideste Familienkarosse wird schon bei einer harmlosen Ausfahrt zum energiegeladenen Streitwagen.

und hier ist die ganze Geschichte zum Herunterladen.

Aktualisiert (Mittwoch, den 24. Februar 2010 um 02:22 Uhr)

 

Der Nein Stein von Peter Maibach, erschienen im 2008 im Mattegucker

Unten am Tych, zwischen den beiden Schulhäusern in der Berner Matte steht ein eindrucksvoller Felsbrocken. Der hohe, kantige Stein ist beliebt als Kletterfels, jedenfalls bei den Schülerinnen und Schülern, die Mut genug haben, hinauf und auch wieder hinunter zu klettern. Der Stein wurde 1985 beim Bau des Kraftwerkes Matte ausgegraben und auf dem Pausenplatz aufgestellt, ein Findling, wie viele andere, der in der Eiszeit von einem Gletscher bis nach Bern getragen wurde.

Was aber nur wenige wissen dürften, ist dass der Stein innen hohl ist. Natürlich nicht der ganze Stein, sonst würde er dumpf tönen, wenn man darauf klopft. Aber es hat eine Wohnung im Findling und sogar einen Eingang. Der ist sehr schmal und sehr, sehr gut versteckt. Man kann ihn nur finden, wenn man genau weiss wo er ist. Man muss schon genau hinschauen. Und etwas Glück braucht es auch dazu, aber das wissen ja alle, die mit versteckten Höhlen zu tun haben.

Und hier können Sie da ganze Geschichte als PDF herunterladen.

Aktualisiert (Samstag, den 02. Januar 2010 um 02:30 Uhr)

 

Der Mensch werde, so sagen Kenner, die es besser wissen müssen, von Leidenschaften gesteuert.

Gefährlich aber werde es, wenn sich mehrere Leidenschaften miteinander verbänden und sich sogar noch auf ähnliche Leidenschaften eines Partners ergänzend auswirkten. Es wird in derart heimtückischen Fällen auch dem psychologisch weniger erfahrenen Amateur klar, dass rasch aus träger Masse hochexplosiver Stoff entstehen kann, der sich beim geringsten Funken entzünden wird.

Im konkreten Fall unserer allgemein eher harmonischen Ehe kommt – nebst der mich anfangs etwas befremdenden Neigung zum Kaffeerahmdeckeli sammeln meiner sonst sehr geschätzten Gattin – eine grosse Liebe zu Gedrucktem in jeder Form und Farbe zusammen. Als gemeinsames Steckenpferd mag das ja durchaus erträglich erscheinen.

Und hier ist die ganze Geschichte als PDF zum herunterladen