Luzern bucht - der erste Tag
Literaturfest in Luzern vom 5. – 7. März 2010
Der erste Tag am Literaturfest in Luzern ist zu Ende. Ich gehe immer wieder gerne an diese kleine, familiäre Buchmesse, die sich in den letzten fünf Jahren einen Namen gemacht hat. 2006 war die erste Ausstellung im Keller vom Bourbaki in Luzern. Bereits 2007 durfte der ganze Tross in die schöne Kornschütte mitten in die Luzerner Altstadt ziehen.
Und auch ich bin bereits zum dritten Mal dabei und geniesse dieses Wochenende. Für einmal habe ich vorgezogen, in Luzern zu bleiben, um auch noch etwas von dieser schönen Stadt zu sehen.
Am Freitag- und Samstagabend finden im Luzerner Kleintheater Anlässe statt. Heute war Krimi angesagt und da ich nur schon beim Wort Krimi die Decke über den Kopf ziehe, habe ich es vorgezogen essen zugehen.
Am Samstagabend findet dann ein Literaturabend statt und da werde ich gerne teilnehmen, Ich bin gespannt was mich erwarten wird – aber nochmals zum heutigen Tag zurück.
Leslie Schnyder, die Präsidentin des OK eröffnete gemeinsam mit Nationalrat Louis Schelbert die diesjährige Buchmesse. Louis Schelbert sprach in seiner Rede über das allgegenwärtige Thema der Buchpreisbindung. Nach wie vor ist dieses Thema nicht vom Tisch und nach wie vor wird heftig darüber gesprochen und gestritten. Weder in Deutschland noch in Österreich kommt man auf die Idee, die Buchpreisbindung aufzuheben. Man ist also bestrebt für alle gute Lösungen zu finden, damit die Buchvielfalt bestehen bleibt.

Das Thema Preisbindung wird uns noch lange beschäftigen. Die Gäste hörten der Rede von Louis Schelbert gespannt zu. Bei einem kleinen Apéro wurde weiter diskutiert. Luzern bucht, das Literaturfest konnte beginnen. Man traf den einen oder andern, den man schon an andern Ausstellungen getroffen hat. Die Begrüssungen fielen herzlich aus. In dieser kleinen Szene kann man nicht von Konkurrenz sprechen, weil jeder das macht was in seinem Verlag Platz hat. Jedenfalls finde ich es spannend, sich auszutauschen und zu sehen was andere machen und auch festzustellen, dass viele Idealisten und Idealistinnen unter den Buchverlegern sind.
Ein Gast meinte in einem Gespräch „Ach wissen Sie viele wollen ihre Biografie veröffentlichen und für alle Biografien hat es im Buchmarkt einfach keinen Platz und so gibt es reichlich Menschen, die ihre Lebensgeschichte in einem Eigenverlag herausbringen. Das ist ja eigentlich gut und recht, aber es macht die Auswahl als Buchhändler nicht einfacher.“ Wie recht er hat.“
Ein Ereignis hat diesen Tag doch noch getrübt. Bei der Eröffnungsrede hatte es ziemlich viele Besucher und nachdem die Ausstellung feierlich eröffnet war, stellte eine Mitbewerberin fest, dass ihre Handtasche mit allem drum und dran gestohlen wurde. Dies ist wirklich ärgerlich und ich finde es auch sehr schade, dass man auch in Luzern an einem friedlichen Anlass nicht mehr sicher ist.
Als die bestohlene Dame von der Polizei zurück kam meinte sie nur: “Immerhin ist die Luzerner Polizei sehr nett gewesen, sie haben mir sogar geholfen die Kreditkarten zu sperren. Den in der Aufregung habe ich natürlich keine Nummer der Kreditinstitute dabei gehabt.“ Die Polizei dein Freund und Helfer, schön, dies mal wieder zu bemerken.
Nun ist also der erste Tag vorbei und was am Samstag alles geschehen wird werde ich wieder berichten.
Noch bis zum Sonntag 7.3. in der Kornschütte in Luzern
Mehr Bilder: Luzern bucht
Aktualisiert (Samstag, den 06. März 2010 um 23:07 Uhr)


