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koester gabyGaby Köster, ein Schnupfen hätte auch gereicht

Gaby Köster ist wieder da! Und räumt auf! Mit Gerüchten und Lügen über ihre Krankheit. Schonungslos. Wahr und aufrichtig ehrlich. Mit grosser Klappe und grossem Herz! Laut und lustig. Sensibel und traurig. Eben 100% Gaby Köster. Wie man sie kennt und liebt. Seit Jahren gehört sie zu den bekanntesten und erfolgreichsten Gesichtern der deutschen Comedy-Szene. Aber auf dem Höhepunkt ihrer Karriere passiert das, womit keiner rechnet: Gaby Köster erleidet einen schweren Schlaganfall. Ihre bewegende Geschichte ist die einer Ausnahme-Künstlerin und einer starken Frau, die trotz ihres schweren Schicksals nicht aufgibt und ihre neue Chance im Leben nutzt. Ein Buch, das einen berührt, immer wieder zum Lachen bringt und gerade deshalb so viel Mut macht!

Ich habe dieses Buch in kleinen Dosen gelesen, denn es ist happig, aber auch frech und witzig und es regt zum Denken an. Manchmal ist es so, dass es besser ist, inne zu halten, die Zeichen des Körpers wahrzunehmen und sich Zeit zu nehmen. Ich mag die unkomplizierte, einfache Sprache, mit der Gaby Köster ihre Geschichte niederschreibt. Kein wehleidiges Gejammer - manchmal gnadenlos ehrlich und dann wieder sensibel und humorvoll. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen.

Buchinformation

 

Meine zweite Chance. In: Deutsch. Farbfotos. 255 Seiten
Verlag: Scherz Gebunden. CHF 27.50  
ISBN   978-3-502-15188-3

 

Jeffrey Young / William L. Simon

Buchcover Steve JobsDas 2005 erschienene Buch blickt auf das Werk des damals fünfzig jährigen Apple Gründers zurück. Eindruck machen aus heutiger Sicht die Gründerjahre von Apple in einer Umgebung von begnadeten Tüftlern und Erfindern, die als Gegensatz zu den Businessanbietern einen erschwinglichen PC für jedermann anbieten wollten (Apple II). Steve Jobs macht erste Erfahrungen im Haifischbecken der aufblühenden Computerentwicklung. Doch irgendwie scheint die Zeit noch nicht reif für seine ehrgeizigen Visionen, zu sehr ist er noch dem Hardwaredenken verhaftet. Vermögen entstehen über Nacht, verpuffen ebenso schnell, ein Neuanfang und neues Scheitern lassen Steve Jobs reifen.

Endlich findet der unruhige Geist den Weg in eine grafisch dominierte Multimediawelt, endlich kann er sein Geschick zu einfacher, massentauglicher Software auf schön designten Geräten (mac, ipod) freien Lauf lassen – und hat, zurück bei Apple – den Erfolg, den wir heute weltweit wahrnehmen. Kein einfacher Weg, keine glatte Erfolgsgeschichte, weder für Jobs noch für seine Weggefährten.

Das Buch ist ein spannender Blick auf das Leben von Steve Jobs du auf die Geschichte von Apple. Im ersten Teil wird die Persönlichkeit von Jobs recht kritisch gewürdigt, im zweiten Teil erliegen die Autoren dem Charisma des iGods und das Buch wird zu who-is-who der Branche. Leider hört die Firmengeschichte 2005 auf, die wichtigen jüngeren Erfolgstory iphone und ipad fehlen somit.

Peter Maibach (2011)


Buchinformation

Jeffrey Young / William L. Simon:
Steve Jobs und die Erfolgsgeschichte von Apple
Fischer Taschenbuch, 2005, 445 Seiten
ISBN 978-3-596-17079-1

Aktualisiert (Donnerstag, den 04. August 2011 um 21:05 Uhr)

 

Birgit Schwaner (Text) / K.-M. Westermann (Fotos)

Buchcover Das Wiener KaffeehausEin schönes Buch, das gut in der  Hand liegt,  weckt die Sehnsucht nach ruhigem Verweilen in einem Wiener Kaffeehaus:  „Legende - Kultur – Atmosphäre, Das Wiener Kaffeehaus“.  Begleitet wurde das Buchgeschenk von einem charmanten Wienerlächeln, verbunden mit dem Wunsch, sich gleich ins nächste  Kaffeehaus zu stürzen.

Beim ersten Durchblättern wecken die schönen Aufnahmen von Kurt – Michael  Westermann das kaum zu kurierende Wienfieber: da waren wir doch schon mal und da müssen wir nächstes Mal unbedingt hin. Das Buch ist definitiv ein Reiseführer, der beim nächsten Besuch dabei sein muss.

Im ausführlichen Textteil blickt die Autorin auf die über 300 Jahre Geschichte des Kaffeegenusses in Europa, erzählt von Wasserbrennern und Kaffeesiedern in Wien, beschreibt  die Geschichte des „türckischen Getränks“. In weiteren Kapiteln widmet sich Birgit Schwaner liebevoll den Altwienern Kaffeehäusern und erlaubt uns einen Blick in eine Zeit, die auch in Wien ruhiger und gemächlicher war,  als die heutige Hast.

Nicht alle der berühmten und prächtigen Kaffeehäuser haben überlebt, aber eine Entdeckungsreise, sei es mit diesem Buch oder im Internet unter www.wiener-kaffeehaus.at - oder natürlich noch besser gleich in Wien - selber lohnt sich in jedem Fall.

Peter Maibach (2010)



Buchinformation

Das Wiener Kaffeehaus
Birgit Schwaner, K.-M. Westermann (Fotos)
Pichler Verlag
215 Seiten, gebunden
ISBN 978-3-85431-435-6

Aktualisiert (Sonntag, den 14. November 2010 um 07:43 Uhr)

 

Michael Obert

chatwinguruDer Reisebericht von Michael Obert ist eine interessante und spannende Hommage an die zwei berühmten Reisenden Bruce Chatwin und Sir Patrick Leigh Fermor. Der 1915 geborene Fermor war für den 25 Jahre jüngeren Bruce Chatwin „Der letzte Guru“. Grund genug für Michael Obert, mit seinem Geburtsjahr 1966 gewissermassen der (Reise-)Sohn und -Enkel der beiden, auf deren Spuren zu wandern. Als er vernimmt, dass Fermor noch leben soll irgendwo in Griechenland, beschliesst er, ihn aufzusuchen. Als Weg dorthin wählt er denselben, den Fermor im Jahre 1933 unter die Füsse genommen hatte. Dieser hatte damals beabsichtigt, zu Fuss von Holland nach Konstantinopel zu pilgern.

Entstanden ist ein faszinierender Reisebericht, der in Berlin beginnt und über die Stationen Wien, Bratislava, Budapest, Belgrad, Orsova, Calafat, Skopje ins griechische Agios Nikolaos führt. Sie beginnt in einem schnellen Intercity und wird, je unwegsamer die Reise wird, langsamer. Olbert fährt in Bummelzügen, Bussen, Sammeltaxis, lässt sich von Überlandfahrern mitnehmen. Die letzten Kilometer bewältigt er auf einem Eselkarren und zu Fuss. Die Beschreibungen der verschiedenen Landschaften und der billigen Absteigen sind eindrücklich, führen die Lesenden durch unbekanntes Terrain. Hochinteressant lesen sich die Begegnungen mit den Menschen der verschiedenen osteuropäischen Kulturen, mit alten Frauen, denen das Leben und die Kriege die Liebsten und das ganze Hab und Gut genommen haben. Es ist ein Trip durch das einfache Leben und zu Menschen, die täglich um ihre Existenz kämpfen müssen.

Schliesslich trifft Olbert im griechischen Kardamili den über 90jährigen Fermor, dessen Reiseberichte er so sehr verehrte und auf dessen letzten er noch wartet. Die Begegnung der zwei Gleichgesinnten ist herzlich. Das Ziel ist erreicht, der Weg dorthin ebenso wichtig wie das Ziel selbst. Für die Leserinnen und Leser ist beides sehr erlebnisreich.

Teddy Buser (2010)


Buchinformation

Michael Obert
Chatwins Guru und ich
285 Seiten, Gebundene Ausgabe
Piper Verlag

IBSN 978-3-89029-371-4

Aktualisiert (Sonntag, den 31. Oktober 2010 um 12:43 Uhr)

 
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