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Sarah Lark, Das Gold der Maori

maoriDieser hinreissende Roman führt uns in die Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Armut in Irland den Leuten nichts anderes übrig liess, als die Grasspitzen zu essen, um überleben zu können. Weh dem, der ein paar Getreideähren stahl, um für sich und seine Familie ein wenig Mehl für ein dünnes Brot zu backen. Dem erging es wie Michael - er wurde verbannt und nach Australien, dem wenige Jahrzehnte zuvor entdeckten Kontinent auf dem südlichen Teil der Weltkugel, deportiert. Zurück blieb oft die darbende Familie oder – wie im Fall von Michael – die schwangere Geliebte Kathleen. Gegen ihren Willen musste sie einen Viehhändler heiraten und mit ihm nach Neuseeland auswandern.

Mit Hilfe von Lizzie, die in England ihr Brot aus Not als Prostituierte verdient hatte, gelang Michael die Flucht aus der Strafkolonie in Australien. Beide erreichten schliesslich auf getrennten Wegen Neuseeland, fanden aber immer wieder zusammen.  Die einfallsreiche Lizzie kam besser zurecht als Michael, musste aber auch immer Rückschläge in Kauf nehmen. Sie machte die Freundschaft mit den einheimischen Maori, lernte von ihnen ihre Sprache, ihre Weisheiten und ihre Gelassenheit. Die Liebe zwischen Michael und Lizzie wächst. Auch Lizzie wird von Michael schwanger, doch da taucht plötzlich Kathleen, die ganz grosse Liebe aus der alten Irlandzeit auf. Das Schicksal nimmt seinen Lauf…

Sarah Lark ist eine grandiose Geschichte gelungen, eine Familiensaga mit unerwarteten Schicksalswendungen, aber auch ein historisch wertvoller Roman, der von einer Zeit voller Grausamkeiten erzählt und dazu tiefe Einblicke in Brauch, Sitten und Philosophie der Maori gewährt, für die ihr Land und die Nahrung, die es ihnen gibt, wertvoller ist als alles Gold, hinter dem die Fremden aus Europa her sind.

Teddy Buser (2011)

 


 

Buchinformation

Sarah Lark,Das Gold der Maori
Taschenbuch
IBSN 978-3-7857-6024-6
749 Seiten

grosse_glueckRoman von Kajsa Ingemarsson

Es ist nie zu spät fürs Glück. Das Leben von Schriftstellerin Stella Friberg gleicht einer Baustelle: Sie ertappt ihren Freund in flagranti, mit dem neuen Roman geht es nicht voran und jetzt steht auch noch ihre schöne Wohnung, die sie mit so viel Liebe eingerichtet hat, unter Wasser. So kann es nicht weitergehen und Stella ist der Verzweiflung nahe. Doch da tritt der junge Johnny Strandberg in ihr Leben, der nicht nur ihre Wohnung, sondern auch ihr Leben renoviert. Die schwedische Bestsellerautorin Kajsa Ingemarsson hat einen heiteren und bewegenden Roman über eine junge Frau geschrieben, die ihr Glück wieder neu schmiedet.

Es ist nun der fünfte Roman dieser Schriftstellerin und ich habe alle Bücher gerne gelesen. Bei "Das grosse Glück kommt nie allein" hatte ich Anfangsschwierigkeiten und habe das Buch immer mal wieder auf die Seite gelegt. Doch es hat mich nicht losgelassen. Nachdem ich dann rund 50 Seiten gelesen hatte, die Figuren kennen- und lieben lernten, viel es mir einfach das Buch in Rekordtempo fertig zu lesen. Kajsa Ingemarsson versteht es die Leser zu begeistern  und mir ihrem unkomplizierten Schreibstil in einer verständlichen Sprache die alltäglichen Nöten einer Schriftstellerin darzustellen. Die nicht mehr ganz junge Stella soll endlich ihre Krimiserie zu Ende schreiben, doch was macht man, wenn sich die Zeilen nicht auf Papier bringen lassen. Der alten Liebe nachtrauern? Oder sich von einem jungen Mann inspirieren lassen? In die Abgeschiedenheit zu gehen oder sich dem Schicksal stellen? Aber lesen Sie selbst. Schade, dass ich nun wieder warten muss, bis ein nächster Roman der schweedischen Schriftstellerin erscheinen wird.

Rosmarie Bernasconi 2011

Ingemarsson, Kajsa
Verlag: Krüger W. Gebunden.
ISBN   978-3-8105-1069-3
CHF 25.90

Das Buch ist auch im Buchladen Einfach Lesen erhältlich.

Elke Vesper (www.elkevesper.ch)

Buchcover: Die Wege der WolkenrathsHamburg im Mai 1933. Die Familie Wolkenrath lebt im grossen Haus an der Kippingsstrasse ein bürgerliches Leben. Wie überall in Deutschland wirft das Regime der Nationalsozialisten immer stärkere Schatten. Hitler will den Krieg und die Machthaber bereiten das Land darauf vor. Elke Vesper nimmt uns mit in die Kippingstrasse, wo die Umwälzungen den Alltag prägen: Der Veteran aus dem ersten Weltkrieg, unglücklicherweise ein mit einer Arierin verheirateter Jude, ein behindertes Kind, Kriegsgewinnler, Denunzianten und begeisterte Regimeanhänger, ein jüdischer Arzt – Verfolgte, Opfer und Täter bevölkern diese Epoche der Familiensaga. Der gesellschaftliche Riss geht quer durch die Hamburger Familie, wird immer breiter. Die meisten Frauen in der Familie stehen dem Hitler-Regime kritisch gegenüber, unterstützen Opfer und verstecken Verfolgte. Die Männer hingegen sind begeistert von der neuen Zeit, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Gründen.

So ist für reichlich Konfliktstoff gesorgt. Was ist stärker: die Einflüsse der Zeit oder die Kraft, die in der Familie steckt? Liebe und Dramen, Freude, Leid, alles was dazugehört steckt zwischen den Buchdeckeln.

Die Familie ist erfunden, die Ereignisse der Zeit sind aber recherchiert und belegt. Gerade diese Einblicke in den Alltag, in die kleinen Ereignisse, die sich aus der hohen Politik ableiten, machen einen Besuch bei den Wolkenraths wertvoll, sind ein guter Grund, in die Leben von Lysbeth, Aaron, Stella, Jonny, Käthe, Alexander, Angela, kurz den Wolkenraths, einzutauchen.

Die  „Wolkenrath-Familiensaga“ besteht aus drei Romanen: "Die Frauen der Wolkenraths", dieser geht nahtlos in den Folgeband „Die Träume der Töchter“ und dann in „Die Wege der Wolkenraths“ über.

Peter Maibach (2011)



Buchinformation

Elke Vesper: Die Wege der Wolkenraths
Gebundene Ausgabe, 557 Seiten
Krüger – Verlag
ISBN 978-3-8105-2292-4

Lea Korte

Buchcover Die MaurinSpanien im Jahr 1478; seit rund 800 Jahren leben muslimischen Mauren auf der Iberischen Halbinsel. Handel und Wohlstand blühen und wecken Begehrlichkeiten: Die Rückeroberung der Gebiete durch die katholischen Spanier, die Reconquista, nähert sich ihrem Höhepunkt. Immer enger wird der Lebensraum der Mauren.  Der Kampf gegen die immer mächtiger werdenden Christen ist nach einigen Anfangserfolgen aussichtslos. Aber auch untereinander sind die maurischen Herrscherfamilien uneins.  Das Schicksal der Verlierer ist  schrecklich: Wer nicht fliehen oder Lösegeld bezahlen kann, wird versklavt.  Die spanische Inquisition jagt zudem Juden und zum Christentum konvertierte Mauren gleichermassen.

In dieser von Krieg, Intrigen und Verfolgung geprägten Zeit siedelt Lea Korte gekonnt die Geschichte zweier bedeutsamer Familien an: die maurischen As-Sulamis und die kastilischen Brüder Gonzalo und Jaime. Zahra as-Sulami verliebt sich in  Gonzalo, der als spanischer Botschafter den Emir von Granada besucht. Fortan ist Zahras Schicksal eng mit Gonzalo und Jaime verknüpft, für gut  15 Jahren Kampf und Flucht, Liebe, Hoffnung und Furcht begleiten wir die tapere, starke Maurin durch ein schwierige Zeit, die mit ihren Vorurteilen Andersgläubigen gegenüber oft an die aktuelle Zeitgeschichte denken lässt.

Neben der bewegenden Liebesgeschichte, die nie kitschig wirkt,  bietet der  Roman „Die Maurin“ dem historisch Interessierten ein umfassenden Einblick in das damalige Zeitgeschehen in Südspanien und gewährt einen Einblick in die arabische Kultur der Epoche.

Peter Maibach (2010)


 

Buchinformation

Lea Korte (www.leakorte.com):  Die Maurin
Knaur  Taschenbuch Verlag
650 Seiten
ISBN 978-3-426-50230-3